Klinische IVD MSI-Testverfahren

Die Hochfrequente Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) ist ein Biomarker für das Lynch-Syndrom – eine genetische Prädisposition für Krebskrankheiten – und dient als Hinweis auf eine positive Resonanz des Patienten auf eine Immuntherapie. Tests auf Mikrosatelliteninstabilität werden in klinischen Laboren verwendet, um Tumore zu identifizieren, die auf Immuntherapie ansprechen könnten und um festzustellen, ob weiteres Testen auf das Lynch-Syndrom angebracht ist.

Promega bietet einen präzisen IVD Assay zur Bestimmung des MSI-Status an. Das OncoMateMSI Dx Analysis System ist ein CE-gekennzeichnetes IVD-Medizinprodukt, das die gleichen informativen MSI-Loci nutzt, auf die sich Kliniker weltweit seit fast zwei Jahrzehnten verlassen. Das verbesserte System ist für Tumorproben konzipiert, um über Test- und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.

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Was ist die klinische Bedeutung des MSI-Status bei Krebs?

Der MSI-Status ist ein Biomarker, der genutzt werden kann, um Kandidaten für weitergehende diagnostische Tests auf Lynch-Syndrom zu identifizieren. Das Lynch-Syndrom ist eine genetische Prädisposition für Krebs, die durch autosomal-dominante Mutationen der wichtigsten Mismatch-Reparaturgene (MLH1, MSH2, MSH6 oder PMS2, sowie des EPCAM-Gens, das MSH2 inaktiviert) verursacht wird. Häufig wird das Lynch-Syndrom mit Darmkrebs in Verbindung gebracht. Es erhöht jedoch auch das Risiko für verschiedene andere Krebsarten wie Endometrium-, Eierstock- und Magenkrebs.

Das MSI-Screening kann zur Charakterisierung von Tumoren und als Unterstützung bei Behandlungsentscheidungen für Patienten mit MSI-H Krebsarten dienen. Erwiesenermaßen sprechen Tumore mit MSI-H-Status gut auf die Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) an. Tumore mit einer Fehlfunktion der DNA-Mismatch-Reparaturproteine (dMMR) weisen oft somatische Mutationen auf. Dadurch werden fremdartige Proteine produziert, die vom Immunsystem erkannt werden können. Infolgedessen eignen sich diese Tumore, um eine Immunantwort zu initiieren, und folglich für Immuntherapien empfänglich zu sein. Da MSI ein erster Hinweis auf eine Fehlfunktion der dMMR ist, kann ein MSI-H-Status für eine positive Reaktion auf Immuntherapien wie Immuncheckpoint-Blockade-Inhibitoren sprechen.

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